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5. Oktober 2008 7 05 /10 /Oktober /2008 17:17


Analyse des Gold- und Silbermarkts

Silber vor goldener Zukunft

von Jochen Dehio, März 2009

Anfang des Jahrtausends sind die Rohstoff- und Edelmetallpreise in einen Aufwärtstrend eingemündet. Wir dürften uns aber erst am Beginn eines noch viele Jahre andauernden aufwärtsgerichteten Zyklus befinden. In den kommenden Jahren müssen erst einmal die erforderlichen Produktionskapazitäten aufgebaut werden, um die Nachfrage der aufstrebenden Schwellenländer bedienen zu können. Vieles spricht deshalb dafür, dass die eigentliche Hausse bei den Rohstoffen und vor allem den Edelmetallen erst noch bevorsteht. Sicherlich werden in Erwartung steigender Preise noch weitere unterirdische Gold- und Silbervorkommen erschlossen. Eine Förderung wird aber trotz des technischen Fortschritts nur zu höheren Kosten möglich sein. Zudem werden die abbaubaren geologischen Ressourcen in absehbarer Zeit zur Neige gehen.

Bei Silber wird die steigende Nachfrage nicht nur durch den enormen zusätzlichen industriellen Bedarf der Schwellenländer in Asien (insbesondere China und Indien), Lateinamerika und Osteuropa gespeist, sondern auch durch immer neue industrielle Anwendungsgebiete. Hinzu kommt die stark zunehmende Investitionsnachfrage. Die Edelmetallpreise werden darüber hinaus getrieben durch die immer ersichtlicher werdende Fragilität des Weltfinanzsystems. Die speziell von den USA betriebene Inflationierung wird früher oder später eine „Flucht des Kapitals“ u.a. in Edelmetalle bewirken, eine Entwicklung, die bereits im Gange ist. Gold und Silber werden dann als werthaltiges und inflationssicheres Wertaufbewahrungsmittel und Anlagegut auch von der breiten Masse (wieder)entdeckt werden.

Den Ergebnissen der Studie zufolge ist bis Mitte des kommenden Jahrzehnts, dem vermutlichen Höhepunkt des derzeit laufenden, aufwärtsgerichteten Edelmetall- und Rohstoffzyklus, vor dem Hintergrund der zu erwartenden Angebots- und Nachfrage-entwicklungen bei Edelmetallen und Rohstoffen sowie den Entwicklungen auf den Aktien- und Finanzmärkten mit einem Goldpreis von rund 5.000 US-$ je Feinunze Gold zu rechnen (im März 2009 lag der Goldpreis bei etwa 900 US-$). Unter Zugrundelegung einer als fair anzusehenden Gold-Silber-Ratio von 5 – die sich aus den Angebots- und Nachfragerelationen sowie den über- und unterirdischen Beständen bei Gold und Silber und zudem aus dem Umstand ableitet, dass Silber neben dem Charakter eines Wertaufbewahrungsmittels im Gegensatz zu Gold auch den eines für die Industrie unverzichtbaren Rohstoffes besitzt – ergibt sich daraus ein Silberpreis in Höhe von rund 1.000 US-$ je Feinunze Silber (im März 2009 lag der Silberpreis bei etwa 13 US-$).


Kurzfassung der Studie auf der Internetseite von Silberinfo (Rubrik "Top Thema"):
http://www.silberinfo.com/home/nachrichten/top-thema/detail-4/article/silber-vor-goldener-zukunft.html

Langfassung der Studie zum Download: 
Silber vor goldener Zukunft

Pressemitteilungen zur Studie (18. März 2009):
http://www.prcenter.de/Studie-Silber-vor-goldener-Zukunft.46304.html


Aktuelle Silber- und Goldpreise sowie Charts:
http://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=1288094 (Silber)
http://www.comdirect.de/inf/indizes/detail/uebersicht.html?ID_NOTATION=1326189
 (Gold)

Ausgewählte Internetseiten zu Edelmetallen:
http://silberinfo.com
http://silber.de
http://silverinstitute.org
http://silver-investor.com
http://silberknappheit.de
http://silberconnection.blogspot.com
http://silber-investor.de
http://goldseiten.de

Internetforen zum Thema Edelmetalle:
http://silberinfo-forum.de
http://www.goldseiten-forum.de
http://www.wallstreet-online.de/dyn/community/forum.html?forum_id=22

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Kommentare

Polsterei Sattlerei 02/17/2011 10:14


Wenn man bedenkt was den Arbeitern in den Mienen bezahlt wird, nur damit wir in Westeuropa mit Klunkern rumlaufen können, wird mir übel!


Titanbomber 10/10/2008 13:15

Was sich derzeit an den Märkten abspielt, ist völlig irrational. Unabhängig von fundamentalen Gesichtspunkten wird alles zu praktisch jedem beliebigen Preis verkauft. Früher oder später werden sich die Märkte aber wieder etwas beruhigen. Angesichts des geschwundenen Vertrauens wird man gerade dann aber wieder verstärkt auch auf die Fundamentaldaten schauen. Es könnte dann die Zeit der Edelmetallmärkte anbrechen. Spätestens dann, vielleicht auch schon früher, wird noch ein anderer Aspekt zum Tragen kommen: Gerüchten zufolge sollen zurzeit alleine die drei US-Banken Citigroup, Wells Fargo und JP Morgan Chase zusammen eine gigantische Shortposition im Gold vor sich herschieben (auch Silber und Minenwerte dürften von massiven Leerverkäufen betroffen sein). Angeblich soll es sich dabei um sage und schreibe 25.000 Tonnen Gold handeln (Quelle: Rohstoffraketen.de). Das entspricht 10 Jahresminenproduktionen bzw. etwa 85% des gesamten Goldbestands der Zentralbanken. Wenn diese Positionen glattgestellt werden müssen, werden der Goldpreis und in dessen Windschatten auch der Silberpreis und die Minenwerte geradezu explodieren.

Titanbomber 10/05/2008 20:02

Ich werde auch auf die Auswirkungen der Finanzkrise eingehen, denn sie hat durchaus gravierende Auswirkungen gehabt. Beispielsweise hat sich der Silberpreis seit dem Jahreshoch im März annähernd halbiert. Die Kurse vieler Minenwerte sind massiv eingebrochen und notieren aktuell zum Teil unter ihrem Barmittelbestand. Dafür gibt es Gründe, die im Kontext zur Finanzkrise stehen: 1. Aufgrund des sich hierdurch vermutlich abschwächenden Weltwirtschaftswachstums wird eine Verminderung der industriellen Nachfrage erwartet. 2. Die Finanzierung von Bergbauinvestitionen ist infolge der Kreditkrise schwieriger geworden. 3. Die in Schieflage gekommenen Banken mussten vor allem jene Positionen verkaufen, die noch werthaltig waren, wie z.B. die zuvor stark angestiegenen Minenwerte. Die irrationalen Übertreibungen nach unten dürften in den kommenden Monaten allerdings wieder abgebaut werden und sich in stark steigenden Edelmetallpreisen und Minenwerten manifestieren, zumal normalerweise ein krisenhaftes Umfeld eher für steigende Edelmetallpreise spricht (für Rohstoffe gilt das allerdings nicht im gleichen Maße) und es fraglich ist, ob die zwischenzeitliche Erholung des US-Dollars nachhaltig sein wird.

Silmarillion 10/05/2008 18:28

Interessant, ich freue mich schon auf die neue Analyse. Eine Frage habe ich: Hat die neuste Finanzkrise eine grosse Auswirkung auf die Rohstoffpreise (insbesondere die der Edelmetalle) gehabt? Wirst du dem in deiner neuen Analyse ein grosses Kapitel gönnen, oder waren die Abstürze der Aktien eher bei Firmen (ins besondere natürlich Banken) zu beobachten?

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